Samstag, 24. April 2010

14. Tag + Rückkehr - Aufräumen, Abschiednehmen, Heimreise


Auch heute startet der Tag mit hohen Temperaturen. Der staubige Wind hat zwar etwas nachgelassen, aber die Hitze bleibt.

Werner und Dieter bringen noch einen Rollstuhl für schwerstbehinderte Menschen zur Sozialstation. Aliou wird eingewiesen, dass ein Fahrrad noch zur Gehörlosenschule muss. Franjo und Josef machen am Depot klar Schiff. Und der Trecker wird bis zu seinem nächsten Einsatz in den Container gefahren.

Die Einladung noch eine Grundschule zu besuchen, wird ausgeschlagen. Die Zeit wird für uns Europäer wieder knapp. Die zwei Wochen sind zusammengeschrumpft auf noch wenige Stunden in dem schönen Land mit diesen so gastfreundlichen und wunderbaren Menschen.

Wir packen die Koffer. Und packen wieder alles um. Die ganzen Souvenirs und Holzschnitzereien wiegen doch mehr als gedacht. Wer hat noch ein Plätzchen frei für eine Holzmaske 1 m x 20 cm? Wer kann noch Zigaretten mitnehmen? Um drei Uhr sind alle Koffer und Djembé-Pakete in den Fahrzeugen und auf dem Nissan-Dach verstaut.

Jetzt heißt es Abschied nehmen!

Umarmungen, beste Wünsche für die Reise, herzliche Grüße und alles Liebe für die Familien. Der Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen. Von beiden Seiten.


Die Fahrt nach Dakar dauert nur 2 Stunden. Wir kommen gut durch, der Stau an der Baustelle ist dieses Mal nicht so lang.


Am westlichsten Zipfel "Pointes des Almadies" genießen wir die letzten Stunden, bevor wir zum Flughafen fahren. Die frische Seeluft am Atlantik kühlt. Der blühende Garten und der Rasen am Restaurant "Le Récife" stimmen uns schon auf Deutschland ein. 

Die Sitzplatzreservierung hat Franz-Josef bereits in Thiés gemacht, somit können wir ohne lange Schlange zu stehen unser Gepäck aufgeben und dann noch in der Abflughalle warten. Pünktlich kommen wir weg und landen dann auch in time in Madrid. Entgegen unseren Befürchtungen erwarten uns um 4 Uhr morgens weder überfüllte Abflughallen, mit gestrandeten Urlaubern, noch Anzeigetafeln mit gestrichenen Flügen, sondern ganz normaler Flughafenbetrieb. Die Geschäfte sind bis auf Mäc Do noch zu und so verbringen wir dort unsere Zeit, bis unser Flug um 8:55 Uhr weiter geht.


Heile in Düsseldorf angekommen werden wir auch schon wieder von den Kollegen in Empfang genommen und nach Lüdinghausen zurückgefahren. Ein liebevoller Empfang durch die Frauen und Mütter macht das Ankommen hier leicht. Es ist, als wäre man nicht weg gewesen - und doch...

Es ist eine total schöne Zeit im Senegal gewesen.

Wir haben viele Güter hingebracht aber viel mehr Güte dort erfahren und wieder mit zurückgenommen.

Diese Dankbarkeit geht weiter an alle Menschen hier in Deutschland, die andere Menschen im Senegal und anderswo unterstützen. In welcher Form auch immer!

Das ist der Kern von der "Entwicklungshilfe" - ihr und wir sind eine Welt.


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