So, nun mit einem Tag Verspätung, weil gestern Abend natürlich im richtigen Moment Stromausfall war, ein kurzes Update meiner Arbeit hier.
Gestern fuhren Aliou und ich nach Fandene raus, einem kleine Ort nahe Thiès. Dort befindet sich ein Garten, in dem Mangobäume und Limetten prächtig gedeien, und zwar weil sie mittels eines Brunnens bewässert werden können.
Und dieser Brunnen war auch Ziel unseres Besuches. Er musste nämlich gereinigt werden, was bedeutete dass einer der Männer, die da arbeiten, an einem Seil in den 8m tiefen Schacht hinabgelassen wurde, um unten die Steine, den Schlamm, und all das Zeugs, was Kinder hineingeworfen hatten, herauszufischen. Das war vielleicht ne Aktion: Erst nen Stock finden, der dann an das Seil gebunden wurde, um darauf den Mann wie mit nem Anker- Skilift in den Brunnen hinabzulassen, wozu drei weitere Männer das Seil festhielten. Als er dann unten war, wurden Harken und Rechen hinabgelassen, sowie ein alter Reissack, in den er den Matsch und Müll laden konnte.
Alles in allem eine sehr lustige Aktion, bei der ich gelernt habe, das solche Anlagen mühevoll gewartet werden müssen, dass es aber durchaus was bringt: Dank der Bewässerung können die Pflanzen auch jetzt am Ende der Trockenzeit, wenn sonst schon alles braun ist, gut wachsen. Und das ist für die Leute hier auf dem Land enorm wichtig, wie mir die Familien in Diass Palam heute erzählt haben, mit denen ich ihm Rahmen meiner Uni- Forschungen über Wasser gesprochen habe.
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